Bei Krebserkrankungen werden Tumore oft operativ entfernt. Währen der OP entscheiden Chirurg:innen aufgrund von Weißlichtbild-gestützter Untersuchung des Tumors und ihrer Erfahrung über Tumorgrenzen und die Entfernung des malignen Gewebes. Diese Vorgehensweise führt in bis 30 % der Fälle zu einer inkompletten Entfernung des Tumors und damit einer schlechteren Überlebenschance der Patient:innen.
Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit soll eine komplexe sensorisierte Chirurgie entstehen. Sie besteht aus intraoperativer multimodaler markerfreier Bildgebung in Kombination mit der Messung mechanischer Eigenschaften und das unterstützt durch eine KI-basierte Echt-Zeit-Analyse. So soll den Chirurg:innen kontinuierlich die aktuelle Tumorgrenze dargestellt und haptisch vermittelt werden, was dann unmittelbar zur Entscheidungsfindung genutzt werden kann. Diese Technologiekombination könnte einen Durchbruch zur präziseren personalisierten Chirurgie mit besseren Überlebenschancen und maximaler Schonung gesunden Gewebes bedeuten.