Weltweit sind Millionen Menschen von Hörstörungen betroffen, die eine präzise Diagnose erfordern. Bisherige Methoden wie die Tympanometrie messen, wie das Gehör auf verschiedene Frequenzen reagiert. Das Trommelfell und andere Teile des Gehörs verhalten sich jedoch nicht immer gleich, insbesondere bei unterschiedlichen Druckverhältnissen.
Das Projekt „HöRTMit“ entwickelt nun eine vereinfachte Methode zur Hördiagnose, die diese Herausforderungen direkt berücksichtigt. Durch die Anwendung eines speziellen sinusförmigen Anregungssignals wird die Reaktion des Gehörs bei variierenden Druckverhältnissen gezielt gemessen. Die Anregung wird dabei automatisch angepasst, um stets die relevanteste Reaktion zu isolieren. Diese Methode ermöglicht eine effizientere Untersuchung.
Zudem verbessert die Methode die Genauigkeit der Ergebnisse. Anstatt vieler komplizierter Daten werden nur wichtige Parameter wie Frequenz und Dämpfung betrachtet. Diese Parameter sind entscheidend, um das Schwingungsverhalten des Gehörs zu verstehen und mögliche Hörprobleme zu identifizieren. Insgesamt könnte diese neue Methode die Diagnose von Hörstörungen erleichtern und die Behandlung deutlich verbessern.