22.07.2026 Künstliche Intelligenz Auftaktveranstaltung Projekt GENAI-X
Wie lässt sich das an Beispielen Erlernte verlässlich auf neue, unbekannte Situationen anwenden? Die Frage nach dem Erreichen einer robusten Modellgeneralisierbarkeit ist eine der grundlegenden Herausforderungen für die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz.
Das von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderte Projekt GENAI-X widmet sich dieser Herausforderung mit Blick auf nicht-stationäre Umweltsysteme, das heißt, Systemen mit sich dauernd und unvorhersehbar ändernden Umweltbedingungen. Im Fokus stehen hydro-klimatische Extreme wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Spätfröste sowie deren Auswirkungen. Durch die Weiterentwicklung von KI-Methoden, die sich an verändernde Datenmuster und Unsicherheiten anpassen, strebt das Projekt an, das Verständnis und die Vorhersage von Umweltphänomenen zu verbessern.
An der Auftaktveranstaltung am 22. Juni nahmen 65 Forschende, Studierende, Partner und Gäste aus Wissenschaft, Industrie und öffentlichen Einrichtungen teil. Das wissenschaftliche Programm umfasste Einblicke in die Vision und die Ziele des Projekts sowie inspirierende Vorträge und Diskussionen zu Herausforderungen und Chancen bei der Entwicklung von KI-Systemen, die auch unter sich permanent ändernden Rahmenbedingungen zuverlässig funktionieren.
Die am Projekt beteiligten (Post-)Doktorand:innen und Projektleiter:innen kamen darüber hinaus am 23. Juni zu einem internen Gruppenworkshop zusammen, und legten den Grundstein für eine starke und vernetzte Forschungsgemeinschaft. Das Highlight war ein einstündiges Rollenspiel in Form einer moderierten, diskussionsbasierten Krisensimulation zu KI-gestützten Hochwasserwarnungen. Die Materialien hierzu sind als offene Bildungsressource auf Zenodo verfügbar.
Das Projekt GENAI-X ist an der ELLIS Unit Jena angesiedelt und stellt eine Zusammenarbeit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Universitätsklinikum Jena, dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie und dem Senckenberg Institut für Pflanzenvielfalt dar.