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German BioImaging – Gesellschaft für Mikroskopie und Bildanalyse e.V.

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Die „German BioImaging – Gesellschaft für Mikroskopie und Bildanalyse“ (GerBI-GMB), die an der Universität Konstanz ihren Sitz hat, wird von der Carl-Zeiss-Stiftung für die kommenden drei Jahre mit 240.000 Euro gefördert. Damit ist die Anfangsfinanzierung des gemeinnützigen Vereins, dessen Gründungsversammlung Ende April 2017 in Konstanz stattfand, gesichert, bis er sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden selbst tragen kann. Mit der Förderung, die am 1. Juli 2018 angelaufen ist, wird im Wesentlichen die Stelle der Geschäftsführung finanziert, von der Aktivitäten der Fachgesellschaft wie Konferenzen und Fortbildungsprogramme für Mitarbeitende der Gerätezentren organisiert werden. Die Konstanzer Biochemikerin Prof. Dr. Elisa May, Vorsitzende der GerBI-GMB, spricht von „einem Glücksfall, dass wir durch die bedeutende Carl-Zeiss-Stiftung, die einen der großen Pioniere der Optik und Lichtmikroskopie im Namen trägt, unterstützt werden“.

Die Gesellschaft für Mikroskopie und Bildanalyse ist die Interessenvertretung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, von Expertinnen und Experten sowie von Gerätezentren (Core Facilities), die in Deutschland im Bereich Mikroskopie und Bilddatenanalyse in den Lebenswissenschaften tätig sind. Der gemeinnützige Verein wird auch die Mikroskopie-bezogene computergestützte Bildanalyse vertreten. Die Bearbeitung und Quantifizierung von zum Teil sehr großen Mengen an mikroskopischen Bilddaten ist für die moderne bildbasierte biologische Forschung essentiell. Der Verein fördert darüber hinaus die Kommunikation und den Austausch mit der Öffentlichkeit zu Themen der Mikroskopie und der Bildanalyse.

Bislang gab es im Gegensatz zu den meisten forschungsstarken europäischen Ländern in Deutschland keine Fachgesellschaft für Lichtmikroskopie. Dies ist umso erstaunlicher, als die Grundlagen der Optik und Lichtmikroskopie maßgeblich Mitte des 19. Jahrhunderts durch Carl Zeiss, Ernst Abbe und Ernst Leitz in Deutschland geschaffen wurden. Daraus entstanden auch die in Deutschland ansässigen Unternehmen Zeiss und Leica, die heute Weltmarktführer im Bereich Mikroskopie sind.

Die Gesellschaft ist aus dem Netzwerk German BioImaging hervorgegangen, das im Jahr 2010 erstmals Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland zusammenbrachte, die Mikroskope weiterentwickeln und nutzen. Teure und komplexe Geräte an Forschungseinrichtungen werden seit einigen Jahren in Core Facilities gebündelt, wo sie für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zugänglich sind. Die DFG hat mit dem Programm „Gerätezentren – Core Facilities“ einen Anstoß zur Stärkung und Professionalisierung von Gerätezentren gegeben, über das auch German BioImaging gefördert wurde. Eine der drei Säulen des 2015 bewilligten Fortsetzungsantrags war die Verstetigung des Netzwerkes in einer eigenständigen deutschen Gesellschaft für Mikroskopie. 

Ein ausdrückliches Ziel der Fachgesellschaft ist die Förderung des Austauschs der zentralen Einrichtungen innerhalb der Fachgesellschaft sowie mit Forschungsgruppen. Auch soll ein stärkerer Fokus auf dem Austausch zwischen Firmen und Wissenschaft liegen. Des Weiteren wurde die bislang von der DFG veranstaltete Tagung „Trends in Microscopy“ zur Jahrestagung der GerBI-GMB bestimmt.
 
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