Die Stiftung

Die Stiftung

Die Carl-Zeiss-Stiftung ist die wohl älteste und eine der bekanntesten unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. 
Ihre Besonderheit liegt in der Verknüpfung von unterschiedlichen Stiftungszwecken, die sowohl innerhalb der beiden Stiftungsunternehmen als auch außerhalb zu erfüllen sind.

Stiftungszwecke sind nach dem Statut:
  • die wirtschaftliche Sicherung und Fortführung der beiden Stiftungsunternehmen unter Einbeziehung der ihnen auferlegten besonderen sozialen Verantwortung
  • die Förderung allgemeiner wirtschaftlicher und gemeinnütziger Interessen und Einrichtungen durch die Stiftungsunternehmen
  • die Förderung von Forschung und Lehre – vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften – unmittelbar durch die Stiftung 

Die Carl-Zeiss Stiftung ist Alleinaktionärin der Carl Zeiss AG und der SCHOTT AG. Die Stiftung darf die Aktien ihrer beiden Unternehmen nicht veräußern – so ist es im Stiftungsstatut festgelegt. Bis 2004 war war sie eine der großen unternehmenstragenden Stiftungen in Deutschland. Ihre Unternehmen ZEISS und SCHOTT waren unmittelbar Teil der Stiftung und damit rechtlich unselbständig. Im Zuge einer tiefgreifenden Stiftungsreform wurden die beiden Stiftungsunternehmen 2004 aus der Stiftung ausgegliedert und in rechtlich selbständige Aktiengesellschaften umgewandelt. Gleichzeitig wurde das Stiftungsstatut grundlegend modernisiert, ohne dabei die Prinzipien und Zielsetzungen ihres Gründers und den Geist der Stiftung zu verändern.

Die Leitung der Stiftung liegt bei den Wissenschaftsministern der Länder Baden-Württemberg und Thüringen. Sie bilden die Stiftungsverwaltung und bestellen die Mitglieder des Stiftungsrates, der die Eigentümerrechte der Stiftung gegenüber den Unternehmen wahrnimmt.
Den Namen „Carl-Zeiss-Stiftung“ wählte der Gründer der Stiftung, Ernst Abbe, um die Verdienste des Mannes ehren,
der zu den Stiftungsunternehmen den ersten Grund gelegt und sich bleibende Verdienste um die Verbindung von
Wissenschaft und Technik erworben hat.
Erträge der Stiftung
Die Stiftung finanziert ihre Fördertätigkeit aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen. Die Höhe der Dividendenausschüttung richtet sich dabei nach der jeweils erreichten Eigenkapitalquote: In Abhängigkeit von der Konzerneigenkapitalquote sieht das Statut unterschiedlich hohe Ausschüttungsquoten mit gewissen Bandbreiten vor. Die Entscheidung über die tatsächliche Höhe der Ausschüttung trifft der Stiftungsrat unter Abwägung der beiden Zielsetzungen einer nachhaltigen wirtschaftlichen Sicherung der Stiftungsunternehmen und einer wirkungsvollen Förderung der Wissenschaften. 
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