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22.12.2025 Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreis Two Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreise for experts in physics and artificial intelligence

Thomas Becher und Gustau Camps-Valls erhalten den mit je 100.000 Euro dotierten Forschungspreis. Ausgezeichnet werden zwei international führende Wissenschaftler aus der Elementarteilchenphysik sowie dem Bereich Maschinelles Lernen und Erdbeobachtung.

Der theoretische Elementarteilchenphysiker Thomas Becher (Universität Bern) zählt zu den weltweit renommiertesten Forschern seines Fachgebiets. Seine Arbeiten zu den fundamentalen Wechselwirkungen der Materie prägen die moderne Teilchenphysik nachhaltig. Nominiert von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wird er sich während seiner Gastaufenthalte in Mainz und an der TU München mit zentralen Fragen der Faktorisierung bei Protonenkollisionen befassen – eine wichtige Grundlage für präzise Vorhersagen am Large Hadron Collider des CERN und für die Suche nach “neuer Physik”. 

Gustau Camps-Valls, Professor für Elektrotechnik an der Universitat de València, ist ein Pionier der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in den Earth Sciences. Er verbindet maschinelles Lernen mit physikalischen Modellen und hat damit neue Maßstäbe in der Analyse komplexer Klima- und Umweltsysteme gesetzt. Nominiert vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, wird er während seiner Forschungsaufenthalte in Deutschland gemeinsam mit Markus Reichstein KI-Methoden zur Untersuchung von Extremereignissen wie Dürren und Hitzewellen weiterentwickeln.

Der Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreis richtet sich an exzellente Forschende aus den MINT-Fächern, die mit Kolleg:innen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Thüringen kooperieren. Vergeben wird er an Wissenschaftler:innen, die ihr Fachgebiet nachhaltig geprägt haben.